Dieselruß ruiniert die Gesundheit
Dieselruß ruiniert die Gesundheit

Dieselruß ruiniert die Gesundheit

Die Deutschen lieben ihr Auto. Von Jahr zu Jahr tummeln sich auf unseren Straßen mehr davon. Gab es 1970 knapp 14 Millionen PKW, so sind es heute schon fast 45 Millionen. Der Anteil der Autos mit Dieselmotor hat sich in dieser Zeit mehr als verfünffacht. Aus dem Auspuff eines solchen quellen etwa so viele krebserregende Stoffe hervor wie aus 18 Autos mit Benzinmotor.

Das Risiko an einer vielbefahrenen Straße einen Lungenkrebs durch die Abgase zu entwickeln, ist heute mindestens 40-fach erhöht. Jährlich erkranken ca. 8.000 Menschen infolge der Dieselrußbelastung an Lungenkrebs – dies entspricht fast der Gesamtzahl der Verkehrstoten pro Jahr in Deutschland. Die krebserregende Wirkung der lungengängigen Dieselrußpartikel beruht nach bisherigen Erkenntnissen vor allem auf den mechanisch-reizenden Eigenschaften ihrer Kerne. Rund 90% der Abgaspartikel sind kleiner als 10 Nanometer. Sie bestehen in ihrem Kern zu einem hohen Anteil an Kohlenstoff, der mit organischen Substanzen, polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen und Sulfaten überzogen ist.

8.000 Menschen erkranken jährlich durch Dieselruß an Lungenkrebs
Ausstoss von Dieselruss


Lungenfunktion eingeschränkt

Doch noch wesentlich mehr Menschen erleiden gesundheitliche Beeinträchtigungen. Durch einen Arbeitsalltag mitten im Verkehrschaos lässt die Lungenfunktion mit der Zeit nach. Das haben Studien mit Polizisten, Straßenbauarbeitern und Männern, die in Busgaragen arbeiten, ergeben. Selbst Hausfrauen sind vor Atemwegsbeschwerden nicht geschützt. In Tokio wiesen Frauen, die nicht mehr als 20 m von einer Hauptstraße entfernt wohnten, mehr Atemwegsbeschwerden auf als Frauen, die nicht so nahe an der Straße wohnten.







45 Millionen Autos auf unseren Straßen

Das gleiche Schicksal trifft die Kinder. Atmen sie ständig Autoabgase ein, plagen sie sich häufiger mit Infekten, Allergien, Asthma und anderen Atemwegsbeschwerden. Auch kann Dieselruß eine bereits bestehende Atemwegserkrankung verschlimmern.

Kleinste Rußpartikel besonders gefährlich

In den vergangenen Jahren ist die Menge des groben, sichtbaren Rußes zwar deutlich verringert worden, dafür ist die Konzentration der ganz kleinen Rußpartikel aber gestiegen. Das macht die Sache nicht besser – im Gegenteil: Je kleiner die Teilchen sind, desto tiefer dringen sie in die Lungen ein und gerade die Kleinstpartikel erhöhen auch das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen – Herzinfarkt, Thrombose, Schlaganfall. Die kleinen Rußteilchen schaffen nicht nur den Weg in die Lunge, sondern auch durch die Zellmembran der Lungenbläschen hindurch in den Blutkreislauf. Dort können sie zur Verdickung des Blutes beitragen.

Mit ultrafeinen Filtern ließe sich die Anzahl der Partikel, die den Auspuff verlassen, auf ein Zehntausendstel reduzieren. Das haben Tests ergeben. Nun muss die deutsche Autoindustrie mitziehen – andere Hersteller haben es bereits vorgemacht.

Oder wie wär’s mal wieder mit dem Fahrrad?

 
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