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Antworten auf wichtige Fragen

Seuchenbekämpfung durch die Bundeswehr, Massenschlachtung von Geflügel, Gerüchte über einen Ausfall der Fußball-WM: Kein Wunder, dass die Entdeckung von Vögeln mit dem Influenza-A-Virus H5N1 in Mecklenburg-Vorpommern und anderen Bundesländern bei großen Teilen der Bevölkerung für Verunsicherung sorgt.

Wir haben deshalb für Sie die Antworten auf einige wichtige Fragen zur Vogelgrippe zusammengestellt:

Ist die Gefahr für eine Influenza-Pandemie (weltweite Seuchenausbreitung) jetzt größer geworden?

Das Auftauchen von H5N1-infizierten Wildvögeln in Deutschland führt nicht zu einer grundlegend anderen Risikoeinschätzung. Dies wäre nur dann der Fall, wenn ein Virus die Fähigkeit erlangt, sich von Mensch zu Mensch auszubreiten. Die Gefahr, dass ein so verändeter Erreger entsteht, ist dort besonders groß, wo Menschen und Geflügel eng zusammenleben. Dies ist vor allem in vielen asiatischen Ländern der Fall.

 

Welche Vögel können das H5N1-Virus übertragen?
Als Überträger kommen vor allem Hühner, Enten und Gänse in Betracht. Bisher haben sich Menschen aber nur sehr selten und nach engstem Kontakt mit infiziertem Geflügel angesteckt. Von Tauben, Schwalben, Singvögeln geht nach derzeitigem Kenntnisstand kein Infektionsrisiko aus.

Kann man weiterhin Geflügel und Eier essen?
Geflügelfleisch und Eier sind unbedenklich, wenn sie ausreichend erhitzt werden, das Influenza-Virus wird durch Temperaturen von über 70°C zerstört.

Was tun, wenn man tote Vögel findet?

Tote Vögel sollten grundsätzlich nicht berührt werden. Falls man doch mit einem verendeten Vogel oder Vogelkot in Berührung kommt, sollte man die Hände mit Seife waschen und verschmutzte Kleidungsstücke in der Waschmaschine reinigen. Der Influenzaerreger ist ein behöhltes Virus und wird durch Seife inaktiviert.


Dürfen Kinder noch Enten füttern?

Kinder, insbesondere Kleinkinder sollten die Tiere nicht berühren und von stark mit Vogelkot verunreinigten Stellen ferngehalten werden.

Können wildernde Katzen oder Hunde zu Infektionsüberträgern werden?
Katzen lassen sich zwar unter Laborbedingungen infizieren, scheinen aber das Virus nicht auf den Menschen zu übertragen. Eine Infektion von Hunden ist bisher nicht bekannt. Derzeit besteht kein Grund, Haustiere einzusperren.

Schützt die normale Grippeimpfung auch vor der Vogelgrippe?
Nein, die saisonale Grippeimpfung bietet keinen Schutz gegenüber dem H5N1-Virus.

Gibt es trotzdem Gründe jetzt vermehrt
zur Impfung zu raten?

Ja, die saisonale Grippeimpfung mindert die Gefahr, dass Menschen gleichzeitig mit humanen und Vogelgrippe-Viren infiziert werden. Eine solche Ko-Infektion kann die Entstehung einer von Mensch zu Mensch übertragbaren Virusvariante begünstigen.


Wie zeigt sich eine Infektion mit H5N1 beim Menschen?
Nach einer Inkubationszeit von durchschnittlich vier Tagen tritt als erstes Symptom meist Fieber auf, begleitet von Symptomen wie Husten und Atemnot. Auch Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und insbesondere Durchfall sind häufig. Hals-, Kopf- und Muskelschmerzen können vorkommen. Im Blutbild finden sich Veränderungen, die für eine Virusinfektion typisch sind (Leuko-, Lympho- und Thrombozytopenie).


Wirken Tamiflu und Relenza gegen die Vogelgrippe beim Menschen?
Die begrenzten klinischen Erfahrungen aus Asien zum Einsatz dieser Antiinfluenza-Medikamente (Neuraminidase-Hemmer) lassen keine Schlüsse auf ihre Wirksamkeit gegen Vogelgrippe zu. Es gibt aber eine Reihe von Hinweisen, u.a. aus Tierversuchen, die dafür sprechen, dass diese Substanzen wirksam sind.


Ist es sinnvoll, dass Gesunde ein Antiinfluenza-Medikament (Tamiflu oder Relenza) auf Vorrat kaufen?
Das Bundesgesundheitsministerium rät von einer individuellen Bevorratung ab. Diese Medikamente sollten nur nach ärztlicher Diagnose einer Influenza-Infektion verordnet und eingenommen werden.


Wo gibt es weitere Informationen zur Vogelgrippe?
Welche Risiken aktuell vom Vogelgrippe-Virus für den Menschen ausgehen und welche Maßnahmen vorsorglich und therapeutisch empfohlen werden, erfahren Sie auf der Homepage des
Robert-Koch-Instituts: www.rki.de
("Aviäre Influenza" unter Infektionskrankheiten "A - Z").

 
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